50
000 haben sich in München ver- sammelt, um gegen die
beschlos- sene Atom-Laufzeitverlängerung zu protestieren.
Auch die „Jungen Grü- nen“ aus Cham reisten
mit der Bahn in die Landeshauptstadt, um sich an der Demo
zu beteiligen.
Keiner
der jungen Leute aus Cham hatte den gewaltigen Wiederstand
der Oberpfälzer gegen die geplante Wie- deraufbereitungsanlage
miterlebt. Das liegt lange zurück. Auch unterstellt
man der heutigen Jugend, nicht an politischen Entscheidungsprozeßen
interessiert zu sein. Themen
wie
In-
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tegration,
rechte Gewalt, genmanipu-
liertes Saatgut oder die Laufzeitver- längerung für
Atomkraftwerke, bringen aber auch Jugendliche aus Cham auf
die Straße. Während der langen
Zug- fahrt nach München wurden da noch schnell letzte
Transparente bemalt. „Kinder Haften für die Eltern“,
oder „Rauchverbot für AKW´s“ Nora Wal-
brun 18, Sprecherin der Gruppe hatte sich am Vorabend besonders
viel Mü- he gegeben. Mit kreativem Geschick und satirischem
Hintersinn, bringt die junge Künstlerin ihren Unmut über
den Atomkurs der Bundesregierung, auf den Punkt. Es sind
die großen Energiekonzerne, die Westerwelle und Merkel
wie Marionetten an Fäden
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zappeln
lassen und längst die poli- tischen Entscheidungen im
Land be- stimmen. „Sehr
treffend und gelun- gen.“ ,zollen ältere Herrschaften
der jungen Aktivistin Anerkennung, als die mit Ihren Freunden
in München aus dem Zug steig. Viele der Mitge- reisten
die vom Hauptbahnhof Rich- tung Zentrum strömten, gaben
sich mit Fahnen oder Transparenten als Atomkraftgegner zu
erkennen. Quer durch die Generationen und partei- übergreifend
hat die Verlängerung der Laufzeiten ein breites Bündnis
mobi- lisiert. Vor der Staatskanzlei also in Hör- und
Sichtweite der „Entscheider“ in Bayern, fand die
Auftakt-Kundge- bung statt. Neben Musik und obliga-
sprach
damit den versammelten A- tomgegnern aus dem Herzen.
Asse
und kein Ende
Das Salzbergwerk Asse in Nieder- sachsen, eine "Forschungsanlage"
in dem die Endlagerung atomarer Ap- fälle "erprobt"
wird liegen 126 000 strahlende Fässer. Davon sind vier-
zehntausend Fässer nicht deklariert. Man weis also nicht
welche Substan- zen darin befinden. Wie sich heraus- stellte
ist die "Asse" als Endgültiges
Lager ungeeignet. Wasser dringt ein und die Anlage muss saniert
werden. Bis zu 7 Milliarden wird das den deu- schen Steuerzahler
kosten.
torischen
Ansprachen teilte der Ka- barettstar Andreas Rebers gehörig
auf der Bühne aus und bereitete das
ungelöste Müllproblem humoristisch auf. Veranstalter
sprachen da schon von 25 000 Teilnehmern. Dann formte sich
eine etwa 10 Kilometer lange Menschenkette vom Staatsminister-
ium für Umwelt und Gesundheit, vor- bei am Hauptsitz
E.ON Energie bis zur CSU-Zentrale. „Strahlendes“
Kai- serwetter und Musikakts wie Hain- dling, Hans Söllner,
oder Christoph Süß lockten dann etwa 50 000 Men-
schen zur Schlusskundgebung auf den Odeonsplatz. „Wer
Kinder hat muss sich gegen diesen Wahnsinn wehren!“
,sagte Hans Well von der legendären
„Biermösl Blosn“ und
Kommentar
- Danke Horst
50
000 Menschen gehen auf die Stra- ße. Keine Caoten, keine
Randale kein Wasserwerfer. Besorgte Fami- lien mit Kinderwagen,
Rentner, Stu- denten, ein Querschnitt durch die Be- völkerung.
Der Ausstieg vom Aus- stieg reanimiert den verschwunden- geglaubten
Wiederstand gegen die Atomenergie. Die größte Antiatom-
Bewegung seit den 80´ern. Seehofer reagierte auch prommt
mit seinem heissdiskutierten Zuwanderungsstopp und bestimmt
damit seit Montag die Nachrichten. RWE - E.ON - EnBW und Vattenfall
werden es ihm danken. Ein Posten im Aufsichtsrat sollte das
schon wert sein. "A Hund is a scho"